Christdemokraten wählen Leitungsteam und nehmen den Wahlmarathon 2021 in Visier

Thomas Poppitz bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender der Oberurseler Christdemokraten. Die über 60 anwesenden Mitglieder der Partei bestätigten ihren Vorsitzenden bei der Jahreshauptversammlung einstimmig in seinem Amt, das er seit 2017 innehat. Auch der gesamte Parteivorstand wurde an diesem Abend neu gewählt. Der Bundestagsabgeordnete Markus Koob und Kerstin Giger wurden als Stellvertreter im Amt bestätigt. Ronja Quoos, die frühere Vorsitzende der Jungen Union, wurde neu als stellvertretende Parteivorsitzende gewählt. Poppitz zog vor den Mitgliedern eine selbstbewusste Bilanz und erinnerte an eine Reihe erfolgreicher Veranstaltungen und Aktivitäten, die bewiesen dass die CDU als aktive Partei fest in der Stadtgesellschaft verankert sei. Beispielhaft nannte er den Kampf gegen die Frankfurter Josefsstadt, der von der CDU mit dem erfolgreichen Sternmarsch 2018 und der Menschenkette in diesem Jahr geführt wurde und landesweit Beachtung fand. Aber auch die erstmalige Vergabe des Ursella-Preises und das neue Gesprächsformat "Politik meets Äppelwoi" sah Poppitz als Erfolge der Arbeit des scheidenden Vorstands.

Thomas Poppitz schaute allerdings nicht nur zurück, sondern nahm auch den "Wahlmarathon 2021" ins Visier. Die Oberurseler werden im übernächsten Jahr gleich dreimal zu den Wahlurnen gerufen. Neben der Kommunalwahl stehen auch die Entscheidung über den nächsten Bürgermeister und die Bundestagswahl im Kalender. Derzeit, so berichtete Poppitz, seien die Christdemokraten dabei die Person auszuwählen, die für das Bürgermeisteramt ins Rennen gehen soll. "Wir haben in unseren Reihen ausgezeichnete Persönlichkeiten, die die Entwicklung unserer Stadt voranbringen können." Eine Findungskommission führe mit potentiellen Bewerbern Gespräche. Ziel sei es im Sommer kommenden Jahres den Mitgliedern der CDU einen Personalvorschlag zu unterbreiten. Gleichzeitig sei man dabei Listen für Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeiräte vorzubereiten. Dabei sei die CDU auch wie in der Vergangenheit offen für Bewerber, die zwar nicht der CDU angehören, aber auf der Basis des CDU-Programms in städtischen Gremien aktiv werden wollen. "Die CDU ist kein 'closed shop', sondern Teil der aktiven Bürgergesellschaft und daher interessiert an neuen Ideen und Menschen, die sich einbringen wollen.", erklärte Poppitz.

In seinem Rechenschaftsbericht der Fraktion erläuterte Fraktionsvorsitzender Jens Uhlig die Politik der CDU im Stadtparlament. Er warb ausdrücklich für eine Politik der Mitte, die sich von den Vereinfachern von rechts und links unterscheide. "Einfache Parolen bringen die Stadt nicht voran. Wir werben für breite Zustimmung und Lösungen, die nachhaltig für unsere Stadt wirken. Dazu muss man auch Kompromisse eingehen und differenziert Themen bearbeiten.", sagte Jens Uhlig unter dem Beifall der Mitglieder. Uhlig verteidigte die Wohnungsbauinitiative der CDU/SPD-Koalition. Oberursel sei Teil einer dynamisch wachsenden wirtschaftlich erfolgreichen Region. Daher würden Wohnungen gebraucht, insbesondere bezahlbare. Allerdings dürfe das nicht zu einer totalen Zersiedelung der Landschaft führen. Daher habe man sich dazu entschieden der Innenverdichtung, der Umwandlung nicht mehr benötigter Gewerbeflächen und der Arrondierung von Ortsrändern den Vorzug vor der Ausweisung großer neuer Baugebiete zu geben. "Aber in der nächsten Wahlperiode kann und darf dieses stürmische Wachstum nicht ungebremst weitergehen. Priorität wird dann die Konsolidierung bekommen. Schwerpunkt der Arbeit nach 2021 wird der Ausbau der Infrastruktur sein: Kinderbetreuung, Schulen, Strassen, Ver- und Entsorgung werden im Fokus stehen.", kündigte Uhlig an. Eine scharfe Absage erteilte der CDU-Fraktionschef einer Politik die Stadt für PKW-Verkehr unattraktiv zu machen. "Nicht nur Pendler sind auf ihren Wagen angewiesen. Die CDU wil daher einen vernünftigen Mix aus Individualverkehr, öffentlichem Nahverkehr, Fahrradwegen und Fussgängern. Wer das Auto verteufelt und einseitig auf Fahrradstrassen setzt, wird mit unserem Widerstand rechnen müssen."

Auch die anschliessenden Wahlen des CDU-Vorstandes wurden von großer Geschlossenheit geprägt. Dominik Ebert wurde als Schriftführer ebenso im Amt bestätigt wie Julia Becker als Mitgliederbeauftragte. Johannes von Stietencron kümmert sich auch künftig um die Kasse der CDU.

Als Beisitzer vervollständigen Martin Bollinger, Christine Förder, Heike Giebel, Frank Hora, Susanne Kügel, Michael Reuter, Christian Steffek und Daniel Synek das Leitungsteam der Oberurseler CDU.

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